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Dr. Timo Renz, Geschäftsführender Gesellschafter bei Dr. Wieselhuber & Partner.
02.01.2018 08:00 Uhr

Prognosen 2018 Industrie 4.0 ist in der Branche angekommen

Die „möbel kultur“ hat Experten und Interessenvertreter nach ihren persönlichen Prognosen für das Jahr 2018 gefragt. Dazu äußert sicht Dr. Renz von Wieselhuber & Partner erstmals mit einem Trendometer, in dem er sich mit drei wichtigen Themen für die Möbelbranche beschäftigt:

Neue Chancen mit Industrie 4.0
Hohe Variantenvielfalt, lange Durchlaufzeiten, hohe Reklamationen, kleiner werdende Losgrößen, steigender Individualisierungsgrad und ein stark verteiltes Produk­tionsnetzwerk über Unternehmensgrenzen hinweg. Alles Themen, die die Möbelbranche seit Jahren vor große Herausforderungen stellen. Mit Industrie 4.0 tun sich völlig neue Chancen auf, diese zu beherrschen: Begriffe wie Automatisierung, digitale Wertstromanalyse, Maschinenanbindung Plug & Play, Smarte Fabrik, Sales & ­Operations-Planning, Big Data usw. dürfen heute auf keinem Branchentalk fehlen.

Möbelmarke im neuen Gewand
Was der mächtige Möbelhandel traditionell immer zu verhindern versuchte und was der Möbelindustrie daher auch nur in wenigen Fällen im Luxus-/Premium-Segment gelungen ist, versucht nun der Handel selbst: Möbelmarken erfolgreich vermarkten. Vor allem die Großflächenhändler bündeln ihre Kräfte, stellen Verkaufsflächen um und nehmen viel Marketing- und TV-Gelder in die Hand, um ihre Eigenmarken bekannt zu machen. Glaubhafte Marken-Heritage? Klarer Marken-USP? Plausible Marken-Architektur? Echtes Marken-Versprechen? Bisher eher Fehlanzeige – aber nichtsdestotrotz: Wahrnehmung wird erzeugt. Der erste Schritt zur Marke ist getan und die Marge wird auch stimmen. Mal sehen, ob der Atem reicht oder ob sich das Ganze als Strohfeuer entpuppt.

Die Customer-Journey findet immer mehr online statt
Ran an den Kunden! Die Möbelhersteller interessieren sich plötzlich für das Einkaufsverhalten der Endkunden. Bisher lag die Hoheit des Kundenkontakts und des Marketings für Möbel fast ausschließlich beim Möbelhändler. Marketing für den Hersteller hieß vor allem den Kunden „Handel“ für sich gewinnen – der Endkunde war nicht im Fokus. Doch die Customer-Journey der Möbelkäufer ist komplex, diffus und vor allem findet sie offline wie online statt. Bevor gekauft wird, blättern die ­Möbelkäufer zwar heute auch noch in Werbeprospekten des Handels oder besuchen Möbelhäuser – jedoch immer weniger. Stattdessen informieren die Kunden sich heute immer mehr im Vorfeld online über Möbel. Bisher ungeahnte Chancen für den ­Möbelhersteller tun sich auf, um den interessierten Käufer auf seine Produkte aufmerksam zu machen: Informationen auf der eigenen Website werden immer wichtiger. Aber auch Social Media, Influencer-Marketing, Chats und Blogs sind neue Themen für die Branche. Neue Custome-Journey verlangt also auch neues Marketing.

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